Ziemlich nervös ... von Beate

... bin ich heute.

Außer, dass meinem Töchterchen eine OP bevorseht wegen ausgeschlagenem Zahn, wird heute und morgen auch der Parkettboden im Wohnzimmer verlegt. Das ist so ziemlich der teuersten “Luxus”, den wir uns in unserem neuen Haus gegönnt haben. Es wird nämlich Merbau-Industrieparkett.

Ursprünglich waren Fliesen im Wohn-Ess-Zimmer geplant. Das mag ich aber für Wohnräume überhaupt nicht, genauso wenig wie Granit. Da wir aber überall Fußbodenheizung haben, wurde die Auswahl an möglichen Bodenbelägen schon einigermaßen eingeschränkt. Dazu kommt noch, dass der Zugang zum Garten fast ausschließlich über diesen Raum erfolgen wird und wir auch noch zwei Kleinkinder haben. Nachdem wir jetzt in der Wohnung überall Teppichboden haben, war auch von vorneherein klar, dass das keinesfalls in Frage kommt.

Blieb letztendlich Parkett und Laminat übrig. Laminat sieht mir - vor allem in großen Flächen - immer noch zu künstlich aus. Man sieht mMn einfach, dass es ein Kunstprodukt ist. Aber Parkett? Nach einigem Suchen bin ich dann auf Industrieparkett gestoßen, dass seinen Namen ja nicht von ungefähr hat. Am lebenden Beispiel konnte ich es dann in unserem Kindergarten (Eiche) und in der Firma in der Konferenzetage (irgendwas helles, vermutlich Ahorn) begutachten. Diese Bodenbeläge sehen auch nach vielen Jahren und bei heftiger Beanspruchung noch sehr, sehr gut aus.

Die Entscheidung für Merbau ist dann - neben den farblichen Aspekten - vor allem auch aus technischen Gründen gefallen: es ist nochmal deutlich härter als Eiche und hat ein sehr geringes Quell- und Schwindverhalten bei Temperaturschwankungen und gehört damit zu den fußbodenheizungstauglichen Hölzern. Wegen der Fußbodenheizung haben wir dann welches mit einer Dicke von nur 10 mm ausgewählt - normalerweise hat Industrieparkett ja 22 oder 23 mm und ist damit wirklich ein Bodenbelag für die Ewigkeit. Aber 2 - 3 mal sollte man auch unseres noch abschleifen können und damit für lange Zeit etwas davon haben.

Und jetzt bin ich einfach mal gespannt, wie das morgen abend aussieht. Ach ja, wir waren mutig: die Oberfläche wird nur geölt ...



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Lackieren bringt bei harten Hölzern auch kaum was.

http://de.wikipedia.org/wiki/Merbau
“Merbau wird bislang nicht nachhaltig geerntet und nicht in Plantagen gepflanzt.” Ein nicht ganz politisch korrektes Holz also.

Tom  am  09. Oktober 2006



Das stimmt so nicht - nach meinen Recherchen gibt es zertifiziertes Merbau.

Problem bei Industrieparkett aber ist, dass es ein Abfall (Anfall) Produkt ist, und damit in praktisch keiner Holzart zertifiziertes Holz zu bekommen ist. Selbst bei Hölzern, bei denen es problemlos zertifiziertes Holz gibt, wird es da schwierig.

Wir haben lange überlegt, welches Holz wir nehmen sollen, aber je nach Liste, die man zu Rate zieht, gibt es im Prinzip kaum Holzarten, die tatsächlich noch übrig bleiben. Ein Boden, der nur eine mittlere oder niedrige Beanspruchung aushält oder bei Temperaturschwankungen starkt arbeitet, ist nun mal von vorneherein ausgeschieden.

Beate  am  09. Oktober 2006



Beim Parkett war ich auch sehr nervös. Aber es wird bestimmt super klappen und toll aussehen.

Melody  am  09. Oktober 2006



Mit dem Zertifikaten ist das so eine Sache. Nachhaltig? So ein Baum braucht 100 Jahre und länger. Wer weiss, was in 50 Jahren mit den wiederaufgeforsteten Flächen passiert? Das Abholzen solcher Bäume im Regenwald ist immer ein Verlust. Die Zertifikate haben daher ihren Schwerpunkt im Sozialen.

Es kommt meiner Meinung auch darauf an, wofür es eingesetzt wird. Als Parkett, wenn es 30 und mehr Jahre genutzt wird. Das ist was anderes als als Gartenterasse, die in 10 Jahren wieder abgerissen wird, weil Holzterassen aus der Mode gekommen sind.

Tim  am  10. Oktober 2006



ganz genau=) ich hab meine holzterrasse erst neu gemacht, holz raus und schöner bodenbelag rein, welcher sag ich nich =) soll einzigartig bleiben =)

Ruben  am  13. November 2006



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