Wer auszieht, Teile einer Küche zu kaufen … von Melody
… begegnet Verkäufern mit einem ausgeprägt ‘positiven’ Preisbewusstsein, die gerne darauf hinweisen, dass sie einzelne Küchenmöbel sowieso nicht günstig verkaufen können, da es sich für den Kunden erst lohnt, wenn mit dem Hersteller ein Rabatt verhandelt werden kann. Diese fragwürdige und nervtötende Preispolitik interessiert mich aber nicht die Bohne, wenn ich keine ganze Küche kaufen will, sondern nur fünf Unterschränke.
Dann die Lieferzeiten. Firma Eins sagte eröffnend (!), bei einer Lieferung ab nächstem Jahr seien die Möbel dann noch mal drei Prozent teurer und wollten 1.800 Euro für einen schlichten weißen Eckschrank mit Spüle. Firma Zwei kann in zehn bis zwölf Wochen liefern, möchte aber auch lieber nur Komplettküchen abschließen, wie überaus verständlich. Auch hier wies man uns darauf hin, dass man im Grunde nur bezahlbar bedienen kann, wenn die Kunden richtig viel kaufen. Goldig. Händler Nummer Drei hatte eine tolle kleine Komplettküche herumstehen mit einem gut klingenden Preisschild. Als wir nachfragten, brach die Verkäuferin hämisch lachend zusammen und erklärte uns gönnerhaft, das sei nicht das richtige Schild. Das glaubten wir zwar nicht, denn die 6000 Euro waren durchgestrichen, aber ich sehe mich nicht als pädagogische Betreuung für den fortbildungsbedürftigen Einzelhandel und wir sind dann eben gegangen.
Es ist wenig erstaunlich, dass es uns folgerichtig nach Schweden zog. Dort, wo man Köttbullar essen, jeden netten weißen Schrank gleich mitnehmen kann und sowieso acht Küchen für den Preis von einem Landhausalptraum aus dem so genannten Fachhandel bekommt.
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Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr auch gemacht. Sämtliche günstigen Komplettküchen, mit denen man ständig per Werbung in Film, Funk und Fernsehen belästigt wurde sollten angeblich in unsere Küche nicht reinpassen. Statt dessen versuchte man uns weissen Pressspan ohne Elektrozubehör für 4000 Euro zu verscherbeln und das nicht nur einmal.
Nur soviel: wir waren dann auch in Schweden und haben für eine tolle Küche von dort, Boden & Wandfliesen, Aufbauarbeiten und eine geniale Edelstahl-Einbaumikrowelle gerade mal die Hälfte bezahlt.
Frau G. am 16. August 2006
Wir waren gestern auch Elche gucken und haben uns im Prinzip für eine Küche entschieden. Übrigens ein Tipp: Kein Komposit-Spülbecken. Und wenn doch, dann in Schwarz.
Die ziehen Gilb und Kalk an und geben es nicht mehr her.
Bei den Schwarzen sieht man zum Glück nur den Kalk.
Wenn unser Küchenboden irgendwannmal erneuert ist schlagen wir zu.
VolkerK am 16. August 2006
Wir haben ja eine schöne Küche, ziemlich hochwertig und glücklicherweise schlicht und wollten nur mehr Unterschränke, weil der neue Raum viel größer ist. Leider nur neue Unterschränke und nur ein paar *ggg* ich hätte nichts gegen einen gepflegten Kaufrausch, die Küchen bei Ikea sind ja wirklich toll.
Alexa: Genau so.
Volker: Wir nehmen eine Edelstahlspüle mit zwei Becken.
Melody am 16. August 2006
Ja, diese tollen Blockrabatte… das mag ich beim Küchenkauf auch nicht.
Bei den freundlichen Schweden gibt es jedoch meiner Meinung nach ein, zwei Probleme, die mich jedenfalls bei meiner Küche sofort spontan davon abgehalten haben:
- Elektrogeräte sind bei denen unverhältnismäßig teuer.
- Lieferung & Montage kostet mehr als ein Wochenendtrip nach Schweden inkl. Shopping-Aufenthalt.
Gerade letzteres fand ich eher befremdlich - denn es ist ja schön, daß man bei Elchens “normale” Preise für die Küchen findet und nicht irgendwelche Phantasiepreise die dann durch Verhandlungen zusammenschrumpfen - aber wenn man sich z.B. eine komplette Küche dort zusammenstellt und dann noch einmal über(!) 1.000 Euro für Lieferung und Montage zahlen soll, dann ist das irgendwie nicht verhältnismäßig.
Klar: Eigentlich baut man Elch-Möbel selber zusammen - aber beim Billy & Co. traue ich mir das zu, bei einer Küche will ich das lieber nicht.
Jens am 16. August 2006
@Jens: Es spricht ja nix dagegen, elektrogeräte dann im Elektrohandel zu kaufen. Die Größen sind eh die gleichen.
Wir haben beim Schweden auch ‘nur’ die Rohküche bestellt, Elektro woanders, Spülbecken woanders.
Wobei man wenn man ein Spülbecken später oder eher kauft darauf achten sollte, dass es in den entsprechenden Unterschrank passt. Nicht Die Kleinste nehmen unter den Großen und denken, geht schon. Unser tolles einfaches Dopplespülbecken zu 99 Euro hat sich dann hier vor Ort (Norge) als einen Zentimeter zu groß entpuppt. Für den Schrank. Und versuch mal ‘auf die Schnelle’ hier ein ganz bestimmtes Spülbecken zu bekommen. Ralf griff dann auf eine der beiden Edelmarken aus D zurück, was den Preis der Küche noch mal um ein Fünftel erhöht hat *ggg*. Teure Erfahrung. Heldigvis haben wir noch eine Einliegerwohnung, die nun auch ein großes schönes Spülbecken bekommt.
Ach ja, für das Zusammensuchen und die Lieferung der Schwedin ins Haus mit der Post haben wir so rund 230 Euro bezahlt. Was ich einen fairen Preis finde. aber wir müssen auch 4 Stunden per Weg fahren.
@Melody
Die Küchen’fach’verkäufer hier fanden uns auch seeeehr komisch, dass wir keine Oberschränke wollten und haben uns verzweifelt welche einreden wollen. Und konnten auch nicht verstehen, dass ich 3 Extrapreise für Arbeitsplatten haben wollte. Was auch ein Grund für den Schweden war.
the-sun am 18. August 2006
@the-sun:
Bei der nächsten Küche überlege ich mir auch evtl. die Schweden in Kombi mit anderen Händlern zu nehmen.
Fand es halt jetzt ganz gut, daß alles aus einer Hand ist.
Jens am 18. August 2006
Die Ikea-Sachen aufbauen geht eigentlich, finde ich. Wir kaufen einheitliche Fronten für alles, was jetzt noch anders aussieht, eine kostet so 10 Euro - wenn man bedenkt, dass wir wirklich für einen halben Schrank so viel bezahlt hätten im “FAchhandel” wie jetzt für alles zusammen, dafür kann man schon mal mit den Schrauben und Scharnieren kämpfen :-)
Melody am 18. August 2006
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