Wegerecht von Melody

Zu den Eigenheiten des neuen Heims gehört eine Vereinbarung über Wegerecht für den Hinterhof, die alle Käufer anerkennen mussten. Diese über 100 Jahre alte Vereinbarung besagt, dass die Bäckerei vom Nebenhaus mit ihrem »Fuhrwerk« über unseren Hof fahren darf, so lange ein Bäckereifachbetrieb besteht. Der kleine Hof hinter dem Haus gehört zum Teil zu der Erdgeschosswohung (die können sich vor ihrem Wohnzimmerfenster ein Gärtchen machen), der Rest ist Abstellbereich und eben diese Durchfahrt. Uns wurde gesagt, dass die Bäckerei zwar kein Fuhrwerk mehr habe, logisch - aber nun einmal in der Woche die Mülltonnen über den Hof zur Straße bringen würde. So weit, so klar. Die Einfahrt ist nicht weit genug, um mit einem Auto durchzufahren und den Fahrradhaufen könnte man prima in der Hälfte des überdachten Teils durch schräge Radständer bändigen.

Leider scheint diese simple Vereinbarung für den ehemaligen (!) Bäcker nicht so klar zu sein. Er hat sich in den benachbarten Hinterhof ein Haus gebaut, die Durchfahrt über unseren Hof ist da natürlich sehr praktisch, man kann Sperrmüll dort abladen und die eigenen Tonnen schon Tage vor der Abholung dort abstellen.  Unseren Mietern hat er einen Autokindersitz weggeworfen, der in unserem Hof abgestellt war, den er aber als störend empfand. Eine absolute Frechheit. Außerdem informierte er mich neulich, dass ich mich darum kümmern solle, dass die Räder weggeräumt würden - er wolle seinen Wagen zukünftig wieder einstellen und wolle den Hof durchfahren - was gar nicht geht, denn es passt kein Auto durch diese Hoftür.

Mich beschleicht also gar nicht langsam allmählich das Gefühl, dass dieses Wegerecht neu geklärt werden muss.



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