Warum dieses Blog I von Melody
Vor ein paar Wochen fragte ich mich im Blog, woran man erkennt, wenn ein Keller trockengelegt werden muss und erhielt erstaunlich viele erstaunlich gute Antworten, auch per Mail. Volker zum Beispiel schrieb mir eine so fundierte E-Mail, dass ich ihn sofort fragte, warum er nicht mehr über Renovierung und Sanierung schreiben würde.
Dumme Frage wahrscheinlich, denn schließlich hat man meistens alles andere als Blogs im Kopf, wenn man sich mit den Dämonen von Sanitärinstallation und Bröckelmauern herumschlägt. Ich auch.
Andererseits beruhigt Bloggen ganz ungemein, wenn gleich von der ersten Wand nicht nur die Tapete, sondern auch der ganze Putz abfällt und sich im Rest des Gebrösels eine Tür zur Nachbarwohnung zeigt, die man nun ungehindert betreten könnte. Es hilft einfach, all diesen Irrsinn aufzuschreiben, der mit den ungeheuren Informationslücken beginnt, die man nun mal hat und wahrscheinlich noch lange nicht zu Ende ist, wenn endlich der ganze Bauschutt abtransportiert wurde.
Alles, was ich gestern nach einem Trip durch fünf Einrichtungshäuser zwischen zwei Terminen mit Handwerkern noch denken konnte, war: Meine Güte, und manche Leute bauen ganze HÄUSER ... Respekt! :-) Dann schlief ich ein und träumte von der Bodentreppe, die ich nun nicht haben werde und von dem schönen verschenkten Platz dort oben, der mir/uns gehört und den man nun nicht ausbauen kann, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Die neuen netten Nachbarn kamen auch vor in dem Traum, sie erzählten gerne noch mal die Geschichte von dem Flur, der einen vergrößerten Durchbruch erhalten sollte und nun ohne jene Wand auskommen muss.
Und ich kann nicht mal behaupten, dass mich diese Geschichte abgehalten hätte, wenn ich sie vorher gekannt hätte. Denn in manche Häuser verliebt man sich einfach, dann führt kein Weg zurück.
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