Strike! von Beate
Das Loch ist gebohrt.
In 1,5 Tagen haben die Bohrleute sich 125 m nach unten gearbeitet und jetzt liegt neben mir auf dem Schreibtisch ein kleines Steinchen, das von dort unten kommt. Das ist so ein cooles Gefühl, ich kanns gar nicht beschreiben.
Die letzten beiden Tage waren schon ein kleiner Nervenkitzel. Ein finanzielles Risiko hatten wir nicht wirklich, weil für die Bohrung ein Festpreis ausgehandelt war. Selbst bei größeren Schwierigkeiten wären also keine Überraschungen auf uns zugekommen. Aber wir hatten nur eine Bohrgenehmigung für 1 Loch mit 125 m. Hätte sich also irgendwann herausgestellt, dass das nicht geht und statt dessen zwei Bohrungen mit je 70 m gemacht hätten werden müssen, hätten wir eine neue Genehmigung gebraucht und dementsprechend wäre mit Verzögerungen zu rechnen gewesen. Vorsorglich beide Genehmigungen waren natürlich nicht zu bekommen (wie auch, im Staate des hl. St. Bürokratius?).
Nuja, das Zittern hat ein Ende, wir werden im Winter nicht in der kalten Bude sitzen.
Was ich im Umfeld der ganzen Bohrerei gelernt habe: sobald man tiefer als 200 m buddeln will, braucht man eine bergbaurechtliche Genehmigung. Das hat doch was: eine bergbaurechtliche Genehmigung zum Betrieb einer Heizung. Irgendwie kommt mir da eher Steinkohle als Erdwärme in den Sinn.
Netterweise hat dann heute auch der Fliesenleger im Bad die Arbeit aufgenommen, nächste Woche wird der Kork für die Schlafräume geliefert und der Parkettleger ist auch für Mitte September terminiert.
Langsam wirds wirklich ernst.
PS: unsere Doppelhausnachbarn sind am Samstag eingezogen und standen erst Mal ohne warmes Wasser da: der Öltank war leer. Zumindest DAS kann uns mal nicht passieren ...
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