Statiker Düsseldorf von Melody

Es gibt einige Lebensbereiche, da kann mich so schnell nichts erschüttern. Dann sind da noch ganz andere, da fühle ich mich grundsätzlich wie auf dem falschen Fuss erwischt, auch wenn alles in Ordnung ist.

Gespräche über die Statik von unserer Wohnung gehören absolut dazu. Wir möchten einen anderen Aufgang zum Dachboden statt der blöden kleinen Luke und haben einen Statiker beauftragt, sich die Gegebenheiten mal anzuschauen und es uns dann schriftlich zu geben, dass uns nicht das Dach auf den Kopf fällt, wenn wir das machen (das hatte ich schon mal, das mit dem Dach. Kein Scherz. Es war der gründlichste Entrümpelungsprozess meines Lebens und ich will das nicht wiederholen.) Genau genommen hätten wir gerne ein möglichst großes Loch an besagter Stelle, aber wie groß ist möglichst groß? Das fragt man dann eben den Experten.

Nun sagen Statiker die ganze Zeit Dinge wie »wenn man da dies und das macht, könnte da und dort dann das ganze Haus auseinanderklappen« oder »wenn Sie dies Stück rausnehmen, fehlt dort für den gesamten Bereich komplett die Spannung und die Decke hält nichts mehr« und schlimmer.

Ganz ehrlich? Dafür habe ich keine Nerven, sondern eine viel zu rege Fantasie.

Der Herr vom Ingenieurbüro Gehlen kam pünktlich, stellte gute Fragen und wirkte auf uns sehr kompetent. Aber das gruselige Gefühl bleibt erst mal noch eine Weile, lungert in den Ecken herum und grinst sich eins. Haus auseinanderklappen, Treppenhaus abfallen, Decke runterklappen. Huaah.



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