Richtiger Einsatz vom Dampfsperren bei der Altbausanierng von Melody

Fraunhofer Institut für Bauphysik, PDF von 16 Seiten.

Wir haben das Problem, dass wir in den ersten 3 Zimmern Paneele mit Einbauleuchten einbauen möchten und nun nicht wissen, wie das mit der benötigten Dampfsperre zusammen gehen soll. Drüber ist der Dachboden.

Das Fraunhofer-PDF versetzt mich in eine wohlig wirre Trance. Gleich im ersten Absatz steht »energetische Ertüchtigung der Altbausubstanz«, damit ist Wärmedämmung gemeint. Hach.



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Ah, ich verstehe das Problem ;-)
Es geht um Diffusion von Feuchtigkeit. “Früher” hat man gerne versucht, Mauern zum Schutz vor Feuchtigkeit so abzudichten, dass erst gar kein Wasser eindringen kann.
Kurz vor dem Abitur hatte ich mal eine wasserdichte Armbanduhr. Nach einer Ruderregatta merkte ich: Die ist wirklich wasserdicht. Ist einmal Wasser drin kmmt es nie wieder raus.
So auch bei Wänden. Wenn sie in alle Richtungen dicht sind ist das eine Illusion, denn dicht ist nichts. Es kann immer Wasser eindringen, weil Handwerker gepfuscht haben oder einfach mal etwas kaputt geht. Ist die Wand dicht wird man den Schaden vielleicht erst bemerken, wenn der Schwamm eingezogen ist.
Also wird heute mit diffusionsfähigem Material gearbeitet, keinen Dampfsperren, sondern Dampfbremsen. Die lassen Wasser nicht eindringen, Dampf (gemeint ist gasförmiges Wasser) aber schon austreten.
Bei unserem Keller haben wir außen einen Bitumenanstrich angebracht, der Wasser abweist, aber Dampf durchlässt.
Ihr wollt nun Paneele einbauen, ich denke richtig: an der Decke? Und in einer Dachschräge?
Kein Problem, denke ich. Problematisieren sollte man die Hitzeentwicklung (Halogenstrahler?). Ich unterstelle, dass die Paneele entsprechend geeignet sind und eine eventuelle Kunststoffbeschichtung nicht doch um die Lampen herum nach 3 Jahren Blasen schlägt ;-)
Bei der Dachisolierung eines Giebeldachs mit kalssischen Ziegeln kommt die Dampfsperre als Folie zwischen Dachsparren und Dachlatten. Die Sparren sind die dicken Träger, die im Giebel zusammen laufen, die Latten werden darauf genagelt und halten die Ziegel.
Darunter kommt heutzutage 12-20cm Dämmstoff, in der Regel Steinwolle. Die ist hinreichend feuerfest.
Insofern sind 12-20cm ziemlich feuerfestes Material zwischen der Dampfsperre und den Lampen.

VolkerK  am  23. Juni 2006



Es ist kein Giebeldach, es sind wirklich nur die drei Zimmer, die wir zuerst renovieren, und die Schrägen liegen nicht so, dass sie davon mit betroffen sind, also keine Dachschrägen, nur Decken. Überall, wo man googelt, ist davon die Rede, dass die Dampfsperre/-bremse innen im Zimmer liegen muss. Unsere Sorge sind die Löcher, die durch die Lattenkonstruktion entstehen - hinter den Lampen kann man ja ein Stück Gipskarton anbringen, damit die Folie nicht direkt drankommt.

Melody  am  23. Juni 2006



Was ist über den Decken? Andere Räume? Dann schenkt Euch auch bei Dachböden die Dampfsperren. Dämmung dient dann sowieso eher der Schallisolierung.
Dampfsperren sind nur in Außenwänden relevant. Macht eine nette Unterkonstruktion für die Paneele und achtet drauf ;-), dass an den stellen, wo die Lampen hinkommen, keine Latten im Weg sind ;-)

VolkerK  am  23. Juni 2006



Die Dampfsperre muss innen liegen, damit die Raumfeuchtigkeit drinbleibt und nicht auf dem Weg nach außen im Dämmstoff kondensiert und ihn durchfeuchtet. Am besten zwischen die Latten Mineralwolle kaschiert auf Alufolie. Darunter kommt eine sogenannte Konterlattung, und darauf dann die Paneele.

Ist die Schräge denn schon isoliert? Und über den Decken ist doch ein Dachboden? Der ist dann unisoliert.

Thomas J.  am  23. Juni 2006



Und übrigens bin ich nicht der Ansicht, dass die Dampfsperre/bremse unter dem ungedämmtem (?) Dachboden über der Wohnung überflüssig ist.

Wenn es ein paar Tage friert, ist auch der Dachraum so kalt, dass die Kondensation zuschlagen könnte. Die Dampfsperre sollte sogar möglichst durchgehend sein, also an den Übergängen mit Aluklebeband zusätzlich abgedichtet.

Thomas J.  am  23. Juni 2006



Bis jetzt planen wir es so: In der Wohnung (Holzdecke) erst Folie, dann zwischen den Latten für die Paneele eine passende Schicht Styropor. Oben auf dem Boden Glaswolle mit OSB-Platten zur Isolierung und damit man drüberlaufen kann - also auch mit Holzlattung. Die Schräge selbst ist nicht isoliert, glaube ich - so Plastikfolie innen halt, aber keine richtige Isolierung.

Melody  am  23. Juni 2006



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