Pro und Contra Eigentumswohnung oder Haus von Melody

Wer sich oder anderen eine Wohnung kauft, wird ja gern nicht nur mit Brot, Salz und guten Wünschen bedacht, sondern lernt sehr schnell eine neue Sorte Oberlehrer kennen: Die »Ohgottogott«-Fraktion präsentiert bevorzugt Horrorstories von Eigentümergemeinschaften und kann auf den dringlichen Hinweis nicht verzichten, dass nur ein eigenes Häuschen ein wahrer Quell der Freude sein kann. Niemals aber eine Eigentumswohnung.

Die schlimmsten mir bekannten Geschichten sind allerdings immer die von Hausnachbarn, Gartenzäunen, Unterdrückungen von Individualismus in Reihenhaussiedlungen, Abgrenzungen zwischen Häusern, Problemen mit Gärten, Strafanzeigen und Mobbing-Kampagnen in Nachbarschaften. Bei ‘Frau Mutti’ steht mal wieder so ein Eintrag, bei dem ich nur wiedererkennend mit dem Kopf nicken kann.

Natürlich ist auch eine Eigentümergemeinschaft nicht immer einfach. Der eine hält sein Sparschwein sorgsam fest, der nächste würde am liebsten immer alles sofort tipptopp sanieren und der übernächste nimmt nie an Versammlungen teil, so dass man ihn kaum kennt - mit solchen Dingen muss man sich dann auch auseinandersetzen, ob man möchte oder nicht.

Der kleine, feine Unterschied, den ich festzustellen meine: Wenn ich eine Eigentumswohnung kaufe, weiß ich von vornherein, dass ich mich mit Miteigentümern auseinander- und zusammensetzen werde. Weil es immer Dinge zu klären und zu regeln und zu erledigen gibt, wo Menschen neben- und miteinander wohnen. Einige Hausbesitzerchen aber scheinen zu meinen, dass sie sich ein eigenes Königreich zugelegt haben, das es nun zu bewachen gilt und an dessen Grenzen erbitterte Kämpfe um das alleinige Gutsherrengefühl ausgetragen werden.

Die Lösung? Reich werden. Richtig schön reich. Dann eigene bislang unbewohnte Insel kaufen, darauf das Traumhaus bauen, unterirdischen Tunnel für die Bediensteten und den Rolls graben und den gesamten Haushaltsbedarf anliefern lassen.

Leider kann ich nicht versprechen, dass man sich mit meiner Lösung nie wieder mit anderen Menschen auseinandersetzen muss. Ist immerhin ein bewohnter Planet hier. Aber zumindest Nachbarschaftsstreitigkeiten fallen dann flach.



Kommentare: (per RSS abonnieren)


Gut geschrieben .. Ich versuche es aber trotzdem mit deiner Lösung. Das mit dem Reich werden hört sich einfach zu verlockend an ;.)

Klaus  am  11. August 2008



Ehrlich, ich gönne es jedem, der es schafft :-))

Melody  am  15. August 2008



Das mit der Insel bringt nur Probleme, sag ich euch. :) Liegt sie in den Hoheitsgewäsern eines Landes muss man sich auch wieder mit solch niederen Dingen wie Finanzämtern und Behörden auseinandersetzen.

Liegt sie ausserhalb, kommen Piraten und anderes Pack.

Und erst die langen Fahrtwege wenn man mal wo hin muss ...

Gerhard Zirkel

Gerhard Zirkel  am  01. September 2008



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