Pflichtprogramm: Bauherren-Haftpflicht von Melody

Bevor unsere Kernsanierung »nebenan« in die heiße Phase geht, habe ich eine Bauherren-Haftpflichtversicherung für uns abgeschlossen. Zwar bauen wir kein Haus (Hilfe ... das würde mir gerade noch fehlen), sondern sanieren und renovieren ‘nur’ Eigentumswohnungen, aber die Pflichten bleiben, denn als BauherrIn ist man nicht nur für eigene Mißgeschicke bei der Sanierung bzw. auf dem Bau verantwortlich, sondern auch für die der übrigen dort tätigen Personen, auch für hilfreiche Privat-Personen und beauftragte Handwerker.

Daran hätte ich auch selbst denken sollen, erinnert hat mich unsere neue Nachbarin Stefanie. Zwei Stockwerke unter uns ist in der Wohnung der neuen Nachbarn eine Wand komplett ineinandergebröselt, als nur ein Durchbruch vergrößert werden sollte. Seitdem betrachte ich die linke Außenwand meiner* neuen Küche mit wachsendem Misstrauen - das Ding ist fast schon durchsichtig, wenn ich ehrlich bin. Große offene Küchenbereiche mag ich aber gar nicht - ich möchte eine abgegrenzte Küche, ein echtes Zimmer, auf keinen Fall einen Durchgangsraum oder eine Erweiterung von einem Esszimmerbereich. Also hänge ich an dieser Wand und hoffe, sie bleibt uns erhalten.

Falls sie aber umfällt und auf jemanden drauf, sind wir nun versichert.


*natürlich könnte ich immer auch UNSERE Küche, UNSERE Wohnung sagen usw., aber ich muss nicht. Ich kann und darf MEINE sagen.



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Nun, sooviel wird Euch dann doch auch nicht geholfen, oder? Sonst müsstet Ihr ja glatt Beiträge an die Berufsg*hust*enossensch*räusper*aft (sorry, die Frühlingsgrippe) abführen…

Thomas J.  am  26. Mai 2006



So groß sind die Räume nicht, dass so viel Hilfe anfällt :-) aber es reicht ja schon, wenn ein Freund mit anpackt und ein Schuttkübel fällt auf den Fuß oder was weiß ich. Oder wenn ein Handwerker versehentlich die Gasheizung anbohrt, du weißt ja, was alles passieren kann.

Melody  am  26. Mai 2006



Bauherrenhaftpflicht ist klar und gut und muss auch sein.

Was ich meinte ist eine weitere Versicherung, die von der BAU-BG angeboten wird auch für nicht gewerbsmäßige Helfer. Aber wie gesagt: auf den Umfang kommt es an.

Thomas J.  am  26. Mai 2006



Danke für den Linktipp. Bei uns trifft das nicht zu, so umfangreich ist unser Vorhaben nicht - die Wohnung ist ja zB jetzt schon völlig ausgekernt.

Einiges anderes wird ziemlich dramatisch werden, wie es scheint (Bröckelwände usw.), aber das kann man dann sowieso nicht in Eigenleistung in Ordnung bringen, ich jedenfalls hab keine Lust, Wände zu verputzen und dann mit dem Ergebnis leben zu müssen :-)

Melody  am  26. Mai 2006



Bauherren-Haftpflicht kann schon praktish sein: als wir unser (Holz-)Haus gebaut haben, wurde die Wände geliefert, bevor der Keller ganz fertig war. Die Wände wurden teilweise an die Mauer vom Friedhof nebenan gelehnt, die darufhin auch prompt in sich zusammenfiel :-) Die Versicherung hat sich die Kosten für die Mauer und die dahinterliegenden, ebenfalls beschädigten Grabsteine von der Montagefirma wiedergeholt. Ärger war es trotzdem ;-)

Feli  am  27. Mai 2006



Ja, die Haftpflicht ist bei größeren Vorhaben wichtig. Meistens sind mehrere Unternehmer beteiligt und Schäden an Nachbars Zaun können von vielen Fahrzeugen verursacht worden sein. Es macht dann wenig Sinn, den Unternehmern die Kripo zur Spurensicherung auf den Hals zu hetzen, weil das in solchen Fällen doch das Innenverhältnis schädigt. Wenn die Versicherung später alles zurückholt ist das Ok, denn den Geschädigten hat sie ja schon ausgezahlt und die Bauherrin ist ihr Problem los.

VolkerK  am  28. Mai 2006



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