Ein GAU musste ja kommen. von Melody

Ich fasse es kurz: Nächste Woche soll tapeziert und gestrichen werden, und wir haben nicht nur keine Ahnung, keinerlei Erfahrung ... sondern auch keinen Maler/Tapezierer. Mehr.

Das ist etwas ungut gelaufen, weil der heiß empfohlene erst signalisierte, dass er Zeit habe, mit dem Angebot aber tückisch wartete und sich dann doch was Größeres an Land zog, das sicherlich schon zum Zeitpunkt unserer Anfrage im Orbit hing. Die üblichen drei bis fünf haben sich gar nicht erst gemeldet auf die Anfrage und noch einer hat jeden Tag eine ganz lange, nachvollziehbare und trotzdem arg hinderliche PC-Problem-Geschichte, die ihn von der Abgabe eines Angebots abhält. Die Summe, die er “pi mal Daumen” nannte, fand ich aber etwas hoch.

Tja. Super Sache, das.

Ich umklammere jetzt mal mein “Selber machen”-Heft mit der Tapezieranleitung.



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Oh jee…
Da habt ihr Euch aber was vorgenommen! Das habe ich auch hinter mir. Vier Sachen habe ich daraus gelernt:
1) Tapezieren ist auch für Anfänger gut machbar (Anleitungen sind immer gut)
2) Immer die alten, herkömmlichen Tapeziermethoden wählen, modernes Equipment wie Kleistergeräte kosten Zeit, Geld und unglaublich Nerven und am Ende nimmt man dann doch den Quast
3) Niemals mehr Fliestapeten! Es sei denn, man hat superglatte, nagelneue Wände, die auch noch vorbehandelt sind
4) Schöne Tapeten sind teuer. Protapete.de macht es deutlich erträglicher und ist absolut empfehlenswert!

Gruß, Anja

Anja  am  16. August 2006



Da hat sie Recht, die Anja. Und ich möchte hinzufügen:
5) Man erspart sich (sehr!) viel Streß, wenn man auf Tapeten mit Ansatz wohlwollend verzichtet.
Beste Grüße!

muh-muh  am  16. August 2006



Was ist denn bloss ein Ansatz?! (Hilfe)

Unser weltbester Fliesenleger hat einem befreundeten Maler unsere Nummer gegeben und wenn wir ein kleines Bisschen Glück haben, kommt er wenigstens einen oder zwei Tage helfen, das wäre ja wunderbar ....

Melody  am  16. August 2006



Ansatz? Z.B. eine Blümchentapete, die man nicht einfach nur der Bahn nach runterklebt, sondern bei der auf das fortlaufende Muster geachtet werden muss. Gibt sonst so hässlich zerschnittene Blümchen alle 53 cm ;-)

Ein höherer Preis bei den Tapeten ist übrigens durchaus gerechtfertigt. Ich hatte alle Tapenten von der Firma Rasch. Die Tapetenbücher konnte man sich im Baumarkt (Hornbach) ausleihen und dann in Ruhe zuhause aussuchen, später online bestellen. Da ich dann nicht mehr genug für den Flur hatte und mein Buget zu Ende ging, habe ich aus dem Baumarkt eine 7,95-EUR/Rolle-Tapete gekauft. Erfahrung: Sie weicht superschnell durch, ließ sich schlecht kleben, war sehr störrisch und es sah super fleckig aus, was hinterher aber einigermaßen weg ging.
Qualität ist schon entscheidend für gute Ergebnisse!

Hoffentlich habt ihr die ersten Tage Hilfe!

Anja  am  17. August 2006



Ah, das Muster meinst du mit Ansatz ... danke :-)

Die eine Wand hat Streifen, davon abgesehen sind wir einfarbig. Plötzlich gefällt mir auch gestrichener Rohputz so gut *hüstel*

Leider haben wir die letzten Tage Hilfe, wenn das klappt. Aber besser als keine.

Melody  am  17. August 2006



Ich hätte “Ansatz” nicht besser beschreiben können. :)
Allerdings hatte ich die besten Ergebnisse mit wundervoller grüner Tapete für die Küche zum Preis von 1 Örö pro Rolle (in Worten: Eineneurohprohrolle) aus einem großen Möbelladen gemacht ...

muh-muh  am  17. August 2006



Oh Mann, ihr tut mir echt voll leid ohne Hilfe. Ich kann das nachvollziehen wie es euch geht, denn ich hab zwar etwas Ahnung wg schon mal tapziert, kann es aber auf den tod nicht leiden und hab schon schlechte Laune, wenn ich daran denke, dass ich es machen müsste.

Statt ‘der herkömlichen Methode’ empfehle ich eher, sich Tapete zu suchen, bei der man die Wand bekleistert und dann die Tapete dranwirft.

hier in Norge wird nur so tapeziert. Die hiesige ständig verwandte (oder verwendete??) Glasfasertapete ist mit der deutschen Vorliebe für Raufaser zu vergleichen. :-)
(Verd..heute is aber wieder schlecht mit Deutsch, es ist noch zu früh, eindeutig).

Nette Grüße und *daumendrückfürhilfefind*.
Britta

PS. Gabs nich mal ne Jobbörse beim Arbeitsamt für so Kleinaufträge? Ich hab da mal als SChülerin drüber nen Malerjobb für nen Kindergarten gehabt.

the-sun  am  18. August 2006



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