Das passende Werkzeug: Akkubohrschrauber von Thomas J.
Was den Laien vom Profi unterscheidet ist nicht die Fachkenntnis oder Erfahrung - es ist, Männer wussten es schon immer, das richtige Werkzeug. Und sein richtiger Einsatz.
Wer nicht nur ab und zu minimale Schraubarbeiten ausführt, kommt um einen Akku-Bohrschrauber nicht herum. Der Könner benutzt einen mit möglichst viel Power, und das heißt mindestens 14 oder 18 Volt. Die 3,6- oder 9-Volt-Geräte, die z.B. zuletzt ALDI im Angebot hatte, sind nur Spielzeug, da hilft auch der Sony-Lithium-Ionen-Akku nix. Bei Bauarbeiten versagt das Teil.
Fast alle haben mittlerweile auch eine Drehmoment-Rutschkupplung, doch das ist eher der wachsenden Zahl an Grobmotorikern zu verdanken, deren Schrauben entweder rrrrundgeschliffen werden oder sich mit einem “Knack” verabschieden, weil sie der schieren Kraft nicht gewachsen sind (passiert vor allem in Hartholz wie Bangkirai). Die Drehmoment-Rutschkupplung dreht die Schraube, bis sie drin ist und rastet dann mit einem Klackern aus.
Der Könner braucht das nicht. Er setzt den Schrauber so an, dass die Klinge hundertprozent packt und der Schrauber genau in Verlängerung der Schraubenachse dreht und nicht verkantet - dann gibt es keine verkitschten Schraubenköpfe. Und die Schrauben werden mit dem nötigen Gefühl mit viel Jutsch eingedreht, und das Gas rechtzeitig weggenommen, wenn die Schraubenoberfläche bündig mit dem Material ist, in das sie versenkt wurde.
Die Geräte wollen allerdings pfleglich behandelt werden. Ein zweiter Akku ist Pflicht, damit es keine Zwangspause von mehreren Stunden gibt, wenn diiiiieee eeeerste Baaaaatterieeee allllllleeee iiiiiiiist. Übrigens: Sobald der Bohrer schlapper dreht, muss der Akku an den Saftgeber, sonst nimmt er Schaden durch Tiefenentladung. Und niemals mit einem stehenden Schrauber manuell eindrehen.
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Eine kleine Markenumschau zum Thema:
Festo: Das SLK-Coupe unter den Schraubern. Lädt in 15 Minuten den zweiten Akku voll. Ein Kunpel hat allerdings alle Nasen lang den Thyristor dadrin austauschen müssen, weil der durchgebrannt ist.
Makita: Die S-Klassen-Limousine. Lädt nur in einer Stunde, aber dafür etwas robuster.
Bosch, Siemens: Damit arbeiten Handwerker.
Skil: Ist “Bosch Holland”, aber günstiger. Ladegeräte und Akkus sind identisch mit Bosch (also von der Elektrik, nicht von den Befestigungen!). Ein Bauschreiner meinte neulich zu mir, dass er alles, was teurer als Skil ist, nicht auf Baustellen mitnimmt, weil es Beine bekommt, und Skil sei so zuverlässig wie Bosch. Entpricht einem größeren Opel.
Black&Decker;: Der Ford Mondeo unter den Schraubern. Gibt es mit viel Schnickschnack.
Alles andere ist No Name und taucht erstmal nix.
VolkerK am 04. Juni 2006
Bei Bosch zumindest gibt es noch einen weiteren Unterschied. Die knallgrünen Gehäuse sind die “Consumer”-Geräte für den gemeinen yayayipiyipiye-Kunden. Die Tools für Profis sind in blaugrau gewandet und sollen länger halten.
Zumindest mein Profi-Akkuschrauber von Bosch hielt fünfzehn Jahre, davon anderthalb Hausbauten inklusive Terasse aus Hartholz. Der Nachfolger Skil packt gut zu, doch sein Akku schwächelt schon nach etwa einem Jahr Gebrauch.
Mich würden ja mal Erfahrungen von diesem Dual-Schrauber interessieren, dessen Kauf einem dauernd im TV aufgenötigt wird.
Thomas J. am 05. Juni 2006
Whoa, die Biester sind ja richtig teuer ...
(die Bosch-Profi-Schrauber)
Melody am 06. Juni 2006
Als Selbstständiger mit umfangreichem Bedarf lohnt es sich, beim örtlichen Eisenwarenhandel (wo auch Profis kaufen) nach einem Einkaufskonto zu fragen. Dann gibt es teilweise günstigere Preise, und man kann auf Lieferschein einkaufen. Bei uns in Köln bin ich zB Kunde bei Harbeke. Als Nachweis reichte denen damals die Bescheinigung vom Finanzamt, dass ich Umsatzsteuer erheben darf, Gewerbeschein war nicht notwendig.
Thomas J. am 06. Juni 2006
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