Augen auf beim Bettenkauf! von Petra A. Bauer
Seit rd. 10 Jahren schlafen wir auf unserem Dachboden nur auf Lattenrost und Matratze. Ein irgendwie unbefriedigender Zustand, aber seit gestern weiß ich wenigstens wieder, wieso das so war…
Wir haben in dem netten schwedischen Einrichtungshaus ein NORRESUND-Bett erstanden. Das schicke schwarze Metallgitterbett. Wir waren sehr glücklich, dass wir endich ein Bett hatten, das den Namen verdient.
Bis wir versuchten, das Kopfteil auf den Dachboden zu bringen… Der Durchgang ist 60cm breit, und es führt eine Hühnerleiter Sambatreppe nach oben. Oben angekommen sind es noch 60cm bis zur Wand. Über dem Ausstieg ist direkt die Dachschräge.
Mit anderen Worten: Das Kopfteil klemmte auf der Treppe fest, es gab kein Hochkommen…
Aber wozu hat man einen Hammer?
http://www.flickr.com/photos/46358818@N00/216738753/
Jetzt weiß ich wieder, wieso ich den Flur noch nicht fertig renoviert hatte…
Natürlich hat das Loch nicht gereicht. Wir hätten noch den dahinter befindlichen Träger ansägen müssen, aber das war ja nun gar nicht im Sinne des Erfinders. Als wir schon glaubten, das nagelneue, inzwischen zerkratzte, 199,- Euro-Bettgestell für 2 Euro bei eBay versteigern zu müssen, ging mein Göttergatte mit der Flex dran und befreite NORRESUND von je 12 cm Bein…
Und siehe da: Es ging endlich. Und so passte das gute Stück dann auch überhaupt in unsere Schlafzimmerecke, denn ich hatte die Höhe des Fußteils unterschätzt. Ohne die abgesägten Beine hätte das Bett nämlich eh nicht ins Schlafzimmer gepasst… Oh Mann ;-)
Aber jetzt sind wir happy:
http://www.flickr.com/photos/46358818@N00/216738754/
Und neue Bettwäsche gab es zur Belohnung auch :-)
Jetzt gibt es noch ein 140cm TROMSÖ (oder wie das heißt)-Hochbett mit Schreibtisch drunter fürs große Kinderzimmer, und ich hoffe, dass wir dafür keine Wände einreißen müssen ;-)
Kommentare: (per RSS abonnieren)
*gggg*. Das bringt mich in Erinnerung daran,dass ich früher bei meinen Eltern auch unterm Dach gewohnt habe, wo man nur über eine sehr steile Treppe hinkam.
Sessel und Sofa wurde damals über’s noch vorhandene Malergerüst und VOR dem Giebelfenstereinbau ins Zimmer gewuchtet. (2 Geschosse Altbau plus Dachboden, also dementsprechend hoch).
Das Klavier von meinem Paps erstmal in zwei Stücke geteilt und oben wieder zusammengeleimt (bitte keine Diskussionen um den gestörten Klang).
Mein Gesellenstück nach vergeblichen Versuchen über die Treppe dann halt hinten mit Seilen über eine Leiter aufs Flachdach und dann weiter durch die Schornsteinfeger-Tür getragen.
Gruß, Britta
the-sun am 18. August 2006
So ähnlich schlafen wir auch. Unser Schlafzimmer im 1. Stock ist ins Dach hinein geöffnet, wir haben aber auf 2/3 der Zimmerbreite einen Holzboden eingezogen, auf den wir mit einer Wangenspartreppe klettern. Solange die Knochen mitmachen ist dort unser Bett.
Zuerst waren es auch nur zwei Lattenroste mit Matrazen drauf.
Problem 1: Wenn man nächtens mal zur besseren Hälfte rüberrobbt und sich auf die Seite dreht wacht man nach einigen Stunden mit wenigstens einem schmerzenden Arm auf. Der hat sich nämlich zwischen die Matrazen gequetscht, die eigene Matraze weggedrückt und wird nun mit größeren Anteilen des eigenen Körpergewichts auf den Lattenrost gepresst.
Problem 2: Die Matrazen leiern links und rechts aus, das Innenleben wird mangels Umrandung aus Holz etc. aus dem Korpus gedrückt.
Da wir dort oben nur im Zentrum des Bettes aufrecht stehen können fielen alle Betten aus Möbelgeschäften aus. Da konnten wir so viel nachmessen und schon mit der Stichsäge planen wie wir wollten.
Einfache Lösung: Eine Hand voll sägerauher Latten 200cm als Rahmen. Einige mussten etwas beschnitten werden. Mit Stahlblechen zusammen geschraubt. Jetzt kommt Luft unter die Latenroste. An diese Rahmenkonstruktion habe ich mit Stahlwinkeln 4 Leimholzbretter Fichte/Tanne 300x2000x18mm geschraubt. Da ein Lattenrost 100x200cm misst überlappen diese Bretter an den Echen nicht, was irgendwie nach Design aussieht ;-) Von innen werden die Ecken noch mit Stahlwinkeln zusammen gehalten.
So hatten wir nach mehrjähriger Suche binnen 30 Minuten ein Bett für rund 55 Mark (Schrauben und Stahlteile hatte ich noch in der Kramkiste).
VolkerK am 18. August 2006
@ Britta:
Leider hätte das Bett auch nicht durch das Dachfenster gepasst. Und offene Wände gab es <strike>leider</strike> zum Glück auch keine mehr. Das Haus ist von 1936.
Naja, nun steht es ja dort in voller Pracht ;-)
@ Volker:
Wir hatten die beiden Lattenroste an zwei Stellen mit Schnur zusammengebunden und über die beiden Matratzen ein großes gemeinsames Spannbettlaken gezogen. Dann ist nix mehr verrutscht oder eingeklemmt.
Selbstgebaute Rahmenkonstruktion ist natürlich ne prima Idee, hätte aber noch immer nicht nach Bett ausgesehen, und darauf kam es ja an.
Es gibt ja auch flachere Bettgestelle, aber es sollte schon ein Metallgitterbett sein ;-)
Und die haben offenbar immer so hohe Kopfteile.
Petra am 23. August 2006
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