Das wird die neue Küche

Neue Küche, Planungsgrafik

Der Blickwinkel der Grafik ist vom Wohnzimmer aus gesehen, im Hintergrund die Terrassentür. Die schwarzen Arbeitsflächen sehen hier beängstigend aus, aber “in echt” ist es schwarzer Glitzi-Sternenfunkel-Granit, mit dem hübschen Namen Negro Stellar (Silestone). Auch wenn mein Liebster lieber den Stein gehabt hätte, der in der Ausstellung zum Küchenkorpus gehörte (irgendwie bräunlich gemuschelt), musste er sich meiner Begeisterung für die Funkelarbeitsplatte geschlagen geben ;-) Und überdies wird auch die Oberfläche des Waschtischs im OG-Bad aus diesem Material gestaltet, weil die Lösung, die wir da mit den kleinen Kacheln und der blöden Plastikschiene überlegt hatten, nun echt richtig doof aussah.

Unseren ursprünglichen Plan, es mal mit einer Koch-Insel zu versuchen, hatten wir verworfen, weil wir dachten, das sei viel zu aufwändig und wir hätten den Platz nicht. Wir sahen dann eine Koch-HALB-Insel und waren entzückt. Die Realität (bzw. die Grafik auf dem Monitor des Küchen-Beraters) zeigte uns jedoch, dass wir dafür schon überhaupt keinen Platz hätten. Jedenfalls nicht, wenn wir drei Sitzplätze an der Halbinsel hätten, die ausreichen, wenn wir zu unterschiedlichen Zeiten mal eben frühstücken oder so, und zusätzlich einen Esstisch für mindestens sechs Personen hinstellen wollen, wenn wir mal alle zusammen essen (und da sind aktuelle Partner der Kinder nicht mal berücksichtigt).

Also bekommen wir jetzt überraschenderweise doch eine Insel :-) Der Sitzbereich ist abgesenkt, weil es sonst zu wuchtig wirkte, und so ist es schön kuschelig. Ich koche dann also mitten im Raum und könnte sogar problemlos schicke Kochvideos á la Jamie Oliver drehen *g*, weil man mir von vorne in die Töpfe schauen kann :-) Ja, ich glaube, das wird richtig klasse.

Einen Apothekerschrank habe ich dann auch endlich, einen Backofen mit versenkbarer Tür und einen vernünftigen Kühlschrank. Auch wenn wir die Idee mit dem amerikanischen Side-by-Side-Teil begraben haben. Zu breit, passt auch optisch nicht, und Berichte von Leuten, deren Crushed Ice von der Kühlschrankfront irgendwann eklig schmeckte, haben uns den Abschied von dieser Idee leichter gemacht, als ich dachte.

Außerdem habe ich meine Scheu vor Induktionsherden begraben. Zumal wir ein induktionsherdgeeignetes Kochtopfset von Fissler dazugeschenkt bekommen.

Im ganzen unteren Schrankbereich wird es jetzt ausschließlich Schubladen geben, weil ich nie wieder in einen Schrank hineinkrabbeln will, um in der hintersten Ecke irgendwas zu suchen. Die Küchenzeile geht nun auch nicht mehr um die Ecke, wie es bisher der Fall ist. Das bringt optisch sicher auch nochmal richtig was an Raum.

Hach, ick freu mir :-)

Nun muss ich “nur noch” praktisch das ganze Haus (bis auf Dachboden, Keller und die Kinderzimmer) leer räumen. Ich habe - leicht panisch inzwischen - damit angefangen, weil mir klar wurde, dass es bis Ende Mai nicht mehr so lange dauert, und dass auch die Zillionen Bücher auf der Treppe und im Flur oben, sowie die Regale im oberen Flur weg müssen, weil da ja auch die Wände gemacht werden. Und da wir sowieso ein bisschen irre sind, werden auch noch die Haustür und alle Zimmertüren ausgetauscht. Während wir hier wohnen. Heißa!

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden :-)



Grusel-Projekt Erdgeschossrenovierung

Grafik Der allererste Schritt war 2012 der Bau eines Gartenhauses, damit unsere Möbel (und wir) irgendwo parken können, wenn unsere untere Etage unbewohnbar wird. Die Küche ist schon lange marode. Immerhin steht sie in diesem Jahr schon 20 Jahre und wurde intensivst von uns und v.a. den Kindern beansprucht. Zwischendrin verlegten wir in Küche und Wohnzimmer durchgehend Laminat. Wir haben das einfach auf die alten Dielen (mit Trittschalldämmung dazwischen) gelegt und die einzelnen Küchenschränke derweil immer mal kurz angehoben, bis die jeweilige Stelle mit Laminat bedeckt war *hust*. Dass dieser Fußboden keine Dauerlösung sein würde, war klar, aber die Küche war damals noch ok und für aufwändige Fußbodensanierung kein Geld da. Und irgendwie habe ich wohl gehofft, dass doch irgendwann mal die Heinzelmännchen die Aufgabe übernehmen würden, Küche und Fußboden zu erneuern. Aber dazu hätten wir wohl erst von Berlin nach Köln ziehen müssen.

Der Fußboden besteht aus drei verschiedenen Teilen: Im Flur liegen Fliesen auf Beton. Im Wohnzimmer Laminat auf Dielen auf Beton und in der Küche Laminat auf Dielen auf Querlattung mit “Sauerkrautfüllung”. So ein seltsames Zeug, das in den 30er Jahren überall verbaut wurde. Wir wünschen uns also einen stabilen Unterbau und obendrauf honigfarbene Holzdielen in allen drei Bereichen.

GrafikDann schweift der Blick. Die Türen könnten auch ausgetauscht werden. Das olle Fliesenschild an der Küche muss ab und dann ein neues dran, oder lieber gleich Milchglas zwischen Ober- und Unterschränken? Ja, und die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass wir damals doch zu wenig Steckdosen im Küchenbereich geplant haben. Und die Wände ... Ja, die sowieso. Wir hatten zwar 2009 im Wohnzimmer gestrichen, aber - hups - das ist ja auch schon wieder fast vier Jahre her und Rauhfaser nervt mittlerweile. Und wenn ich noch weiter rumgucke und nachdenke, kommen sicher noch mehr Gewerke zusammen. Und die Küche müssen wir auch erst noch aussuchen, denn so lange ich nicht weiß, wann sie überhaupt geliefert werden darf, erscheint dieser Schritt nicht sehr sinnvoll.

Wie erwähnt, es wird jetzt wirklich dringend, und so habe ich eben Qype befragt, mir einen gut bewerteten Bodenleger herausgesucht und angerufen. Er kommt am Mittwoch vorbei, bringt den Maler gleich mit und sie schreiben uns ein Angebot.

Ein erster Schritt. Also, der zweite, wenn man das Gartenhaus mitzählt. Ich bin stolz auf mich *g*

Und nun bin ich gespannt. Gespannt auf das Angebot und darauf ob - wenn wir es annehmen - die Qype-Bewertungen gerechtfertigt sind. Und ob ich es schaffe den Rest noch zu koordinieren und / oder einen Bauleiter zu engagieren. Denn das ist mein einziger Vorsatz für 2013: Endlich dieses Erdgeschoss-Elend hinter mich bringen.

Drückt uns mal die Daumen, dass es kein kalter, verregneter Sommer wird, denn wir werden viel Zeit außerhalb unseres Hauses verbringen müssen, und das Gartenhaus ist so gut isoliert, dass es dort immer kälter ist als draußen. Also lieber bei Sonnenschein im Garten sitzen, arbeiten, essen, etc.

Ich halte euch auf dem Laufenden :-)



Handwerker-Bewertungen.

Das Hin und Her rund um unsere Baustelle scheint niemals ganz aufzuhören.

Ich habe daher entschieden, dies alles teilweise in Form von G+ Bewertungen festzuhalten, die ich später um weitere Kommentare und Belege ergänzen werde.

Den Anfang macht Firma Josef van Treeck GmbH Düsseldorf.
Mein Erfahrungsbericht bzw. meine bisherige Bewertung.



Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber lästern.

Ja. Ich weiß. Ist nicht echt.

Die Makler auch nicht. Die penetranten Fragen und „orginellen“ Interessenten schon gar nicht.

Aber deswegen kann ich mich doch aufs Angenehmste gruseln, wenn jemandem EIN QUALLEGRÜNES BAD AUS DEN SECHZIGERN NICHTS AUSMACHT.

Was sind das nur für Menschen? Ich selbst stehe knapp vorm Therapiebedarf, weil ich mir für die Küchenwand einen fast falschen Grünfarbton anmischen ließ – dummerweise wollte ich, dass der Mann mitredet (das machen wir nie wieder).

Und diese Darsteller ziehen in dunkelbraune Wände, senffarbene Bäder, niedrige Dachzimmer mit riesigen schwarzen Balken in allen Ecken und dünnpfifffarbene Bäder in Bahamawürg … und signalisieren zufriedenen Vollzug!?

Vielleicht muss man gar nicht alles wissen, was in fremden Schlafzimmern vor sich geht. (Ich verdränge immer noch an dem Kunstlederbett im Leo-Look mit den silbernen Metallrändern.)

Stimmig sind da auch nicht alle gezeigten Geschichten, man sieht kaum Ikea.

Und wir wissen doch alle Bescheid über Ikea.



Was zahlt die Hausratversicherung und was die Gebäudeversicherung?

Zusammengefasst kann ich dazu drei Dinge sagen:

1) Vieles ist und bleibt Verhandlungssache oder Ermessenssache und man überlegt sich in so einer (extrem stressigen und belasteten) Situation sehr gut, worum man kämpft und worum nicht. Ich würde zum Beispiel unsere Jalousien als etwas verstehen, das eine Gebäudeversicherung zahlt, weil sie damals pro Fenster angepasst werden mussten, allerdings nur zum Aufstecken. Deswegen sieht die Versicherung sie auch nicht als etwas, das man erstatten muss.

2) Vom Möbelschreiner angefertigte Küchen oder Einbauschränke, die nicht aus fertigen Teilen zusammengesetzt werden, sondern extra für eine Wohnung gebaut werden, sollten von der Gebäudeversicherung übernommen werden, ebenso wie Kachelöfen etc. Die “Standardmöbel” von der Hausratversicherung.

3) Ganz grobe Faustregel: Stellt euch vor, ihr hebt euer Haus hoch und dreht es um. Alles, was dann ab- und rausfällt, ist Hausrat. Alles Übrige Sache der Gebäudeversicherung :-)

Warum das interessant ist?

Weil ihr bei der Hausratversicherung selbst dafür verantwortlich seid, den Wert eurer Einrichtungsgegenstände anzugeben. Viele Leute listen sich ihre Möbel auf und vergessen dabei aber ganz den Inhalt, zum Beispiel.

Kauft mal den Inhalt einer Küche auf einen Schlag neu. Oder den aller Kleiderschränke.



Typisch Frau im Baumarkt.

Am Ende lagen alle Farbfächer auf der Beratungstheke („nicht so grell, lieber nicht mit bräunlichem Einschlag, auf keinen Fall wie Limette oder Limone“) und der Verkäufer hatte immer noch eine Engelsgeduld.

Hinter mir scharrte schon die nächste Dame mit den Hufen – „So ein Braun wie das hier, aber nicht wie Rostrot, eher wie Kastanie mit weniger Glanz“ – und ich könnte mir gut vorstellen, dass er abends nach Hause ins Bett geht und einfach nur noch ins Kissen schreit.

Ich habe mein Grün übrigens gefunden. Abweichend von der Tasse, denn als ich den speziellen Farbton dann endlich fand, war er mir zu dunkel. Aber ich habe das Grün für die Küchenwand jetzt ja:

Nicht wie Popel, eher Richtung Salbei, nur ein bisschen heller.



Heizen mit Holz

Die Vorteile zum Beispiel einer Pelletsheizung sind mir durchaus klar: Man heizt mit einem nachwachsenden Rohstoff, das im Idealfall sogar als Nebenprodukt irgendeiner anderen Geschichte anfällt, so dass man sich meistens regional und ohne teure Anfahrt mit Pellets beliefern lassen kann.

Eine Ladung Pellets kauft man jedenfalls sicherlich schneller und mit weniger organisatorischem Drumherum als eine Lieferung Heizöl - und man braucht auch keinen speziellen Tank, sondern einfach nur eine Aufbewahrungsmöglichkeit. Preisvergleiche mit anderen Brennstoffen habe ich selbst nicht, aber ich erinnere mich an zwei, drei Gespräche mit Pellets-Heizern, die von einer bemerkenswerten Ersparnis sprachen (wobei das sicherlich auch immer ein bisschen auf das zu beheizende Objekt und die eigenen Ansprüche ankommt, aber wie gesagt - mein Vater spart ja offensichtlich auch).

Die Holzheizung an sich bietet also sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich einen Vorteil. Nachteile gibt es natürlich auch, Brennholz oder Pellets muss man erst mal lagern können. Obwohl sie am gleichen Ort aufgeschüttet werden könnten, wo sonst ein Öltank steht - der außerdem noch regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden muss, das ist bei Holzpellets ja nun mal nicht der Fall. Das macht die Anschaffung einer Pelletsheizung immer dann schwierig, wenn man sich solchen Lagerplatz mit anderen teilt – wenn man sich wie wir für eine Eigentumswohnung statt für ein Haus entschieden hat.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, aus dem wir wieder eine Gastherme in unserer Wohnung haben und aus dem eine Holzheizung für uns nicht in Frage kommt:



Noch mehr Baustellengeschichten: Das Balkondach.

Wir hatten ein Glasdach und bekommen deswegen auch wieder ein Glasdach.

Denn als wir damals unsere Wohnung kauften, hatten wir kein Kind und schon deswegen nur wenig Interesse an der Möglichkeit, einen Buddelkasten in einen Garten zu stellen oder ein Planschbecken auf eine Terrasse zu setzen. Wir sind keine Hobbygärtner, sondern mit Leidenschaft das exakte Gegenteil und uns reichte deswegen die mitgekaufte Option auf eine nette Dachterrasse für später irgendwann - eine Option, die mit dem alten Dach in Feuer und Asche aufgegangen ist. In dieses nagelneue supergedämmte Dach bohren wir ganz sicher keinen Dachgarten, sondern sind froh, wenn das Haus endlich mal wieder einen normal überdachten Winter erlebt.

Unser Balkon hat also ein Dach, bietet aber leider keinen Schatten. Gar keinen. Wie gesagt: Auch nach der Reparatur wird es wieder eine Überdachung aus Glas geben, denn unsere Gebäudeversicherung kommt verständlicherweise nur für den Schaden auf und nicht für meine Sonderwünsche. Schade eigentlich. Wir werden im nächsten Sommer ganz bestimmt eine Beschattungslösung brauchen, entweder ein Sonnensegel oder eine Markise oder so etwas wie ein ganz kleines Wintergartendach. Wintergartenbeschattungen, Markisen und Terrassendächer und für den Idealfall Lösungen mit Insektengitter schaue ich mir also derzeit an für nächstes Jahr. Falls das Balkondach bis dahin repariert ist.

Die zweiflügelige Terrassentür zu unserem Balkon hatte das Feuer übrigens ebenfalls heil überstanden, wurde dann aber auch von Handwerkern ganz nebenbei völlig zerstört und musste ausgetauscht werden. Ich verstehe wirklich nicht, wieso ständig so viel kaputtgeht – reicht denen unser Brandschaden noch nicht?
Gehen diese Leute mit ihren eigenen Sachen ebenso lieblos und nachlässig um oder nur mit fremdem Eigentum, das sie während ihres Jobs eigentlich pfleglich und sorgsam behandeln sollten?



Thema heute: Gitterroste und Dachfenster

Nehmen wir die Dachfenster. Jede der zwei Wohnungen hat einen Dachboden, die große Wohnung einen kleinen und die kleinere Wohnung einen etwas geräumigeren. Der kleine Dachboden hat ein Standard-Schornsteinfegerfenster, um die Anforderungen zu erfüllen, die der Bezirksschornsteinfeger hat: Er wollte ein Fenster und keine komischen Klappen an den Kaminschächten innen in der Wohnung.

Für den anderen Dachboden haben wir ein Fenster gekauft, ich kann einfach keinen Spitzboden ohne Ausstiegsmöglichkeit ertragen seit dem Brand. Und als ich das sagte, erfuhr ich, dass ein Notausstiegsfenster Anforderungen erfüllen muss und einen Austiegsrost braucht,  ich zitiere aus dem Gedächtnis:

»Eine frei tragende plattenförmige Konstruktion mit einer Öffnung neben der anderen, die als Abdeckung des Tritts vor dem Fenster dient«, als frei tragende und belastbare Konstruktion vor meinem neuen Dachfenster, die auf keinen Fall wackeln oder abheben darf, wenn man darauf tritt - also von einer Fachfirma eingebaut werden sollte – bei uns das Unternehmen, das auch das Dachfenster geliefert und eingebaut hat. Gitterrost, weil Schnee und Regen dann durchfallen, statt sich darauf zu sammeln.

Das Fenster- als dem Standard entsprechendes Notausstiegsfenster - selbst muss 120x90cm sein. Nicht, damit die Einwohner hinauspassen, sondern damit ein Feuerwehrmann mit voller Montur und Sauerstoffgerät rein kann. Nein, wir hätten das nicht einbauen lassen müssen, denn das Schornsteinfegerfenster hätte gereicht, um die Anforderungen zu erfüllen. Aber dann hätte ich unter diesem Dachboden nicht wohnen können.

Fenster und Gitterrost also.



Brandsanierung

Wenn ich das mal zeigen darf: Das war meine Küche

Grafik

Eine Brandsanierung ist etwas vollkommen anderes, damit werden Fachfirmen beauftragt und andere Unternehmen dürfen das auch gar nicht machen. Die Sanierung nach einem Feuer - bei uns war es die ganze Etage, der Dachboden hat gebrannt und darunter war ein Löschwassertotalschaden - läuft ungefähr so ab.

Der noch erhaltene Hausrat wird geborgen - oft stellt sich heraus, dass vieles noch weggeworfen werden muss, das man für gerettet hielt - bei uns waren es kartonweise Bücher, die sich später durch Brandgeruch als verseucht verrieten.

Wir mussten auch eine alte Truhenbank gehen lassen, so eine wunderschöne riesengroße Küchenbank, weil wir kein Geld hatten, sie sanieren zu lassen (und nicht mal auf den Gedanken kamen, dass die Hausratversicherung eventuell zuständig gewesen wäre, wir waren ja völlig traumatisiert und der Mann von der Versicherung war zu mir unfreundlich und enorm kurz angebunden).

Wir konnten uns damals also leider nicht die geruchsneutralisierende Oberflächenreinigung mit Sprühbehandlung leisten – weder zeitlich noch finanziell – mit der jede Pore eines Möbels gereinigt wird. Als wir uns danach erkundigten, rollten die “Wissenden” dramatisch mit den Augen und sprachen von vierstelligen Summen. Stattdessen machten die Feuerwehrleute mir Angst, ich würde mir Dioxin ins Haus holen, wenn ich die großporigen alten Stücke unbehandelt rette. Seufz. Naja, sie hatten natürlich Recht.



Tapeten ablösen leicht gemacht

Ziemlich nervig ist das ja immer - viele Schichten alter Tapeten übereinander, weil alle Vormieter sich das Leben schmuddelig, aber einfach gemacht haben: Wer schon einmal bei der Renovierung mit solch aufeinander gekleisterten Erbmassen gekämpft hat, erinnert sich auch noch Jahre später an die Qualen der Entfernung. Tapeten abkratzen kostet Zeit, Kraft und Nerven.

Die einen kratzen beim Ablösen der alten Tapeten verbissen tagelang, die anderen stöhnen und lassen kratzen und wieder andere recherchieren nach Hilfsmitteln, um das Entfernen alter Tapetenschichten zu erleichtern – und manche denken sich auch selbst eine Lösung aus:

Ralf Schätz aus Baden-Württemberg kämpfte bei der Renovierung eines alten Bauernhofs ebenfalls mit alten Tapeten, die viele Jahrzehnte lang einfach übereinander geklebt worden waren. Mühsames Tapetenkratzen macht einfach keinen Spaß, das erkannte auch Ralf schnell, während er sich mit Geräten abmühte, die mühsam Schicht um Schicht der alten Tapeten eindämpften, um sie dann ebenso schichtweise mit hohem Aufwand auseinander- und von der Wand zu bekommen. Der gelernte Bäcker kam auf die Idee, ein sternförmiges Schneidegerät zu entwickeln, das vorn an einer Bohrmaschine befestigt wird und das Ablösen alter Tapeten ganz wesentlich erleichtert:  Seine Erfindung heißt » Paintiflex und Walligel «.



Das Leben ist eine Baustelle, hab ich mal gehört

So erfuhren wir kurzfristig, dass nicht nur ein vereinzelter Termin auf der Baustelle angesetzt war, sondern alle (alle Gewerke, alle offenen Themen, alle trudelten dort dann ein).

Ich leitete den Mann direkt auf die Baustelle um, so dass wir dann trotz widrigster Umstände doch noch dabei sein konnten. Was uns natürlich ein Anliegen ist, geht es doch um unser Eigentum, unser Büro, unsere Altervorsorge und unsere belastende Privatkatastrophe.

Was da genau nun bei der Information schiefgelaufen ist, kann ich nicht sagen - es besteht gewiss kein Zweifel daran, dass wir bei Besprechungen dabei sein möchten/werden :-))

Abgesehen von solchen Nebensächlichkeiten sind wir zuversichtlich und immer noch recht froh über unseren Bauleiter. (Zur Erinnerung: Gebrannt hat die Etage am 8. Juli 2010 und wir haben es Sommer 2012 und wohnen immer noch mit stark eingeschränkten beruflichen Möglichkeiten in einer engen Übergangswohnheit trotz gesundheitlicher Probleme, weil sich der Wiederaufbau so surreal lange hinzieht.)



Werbepause

Am 14.03. hat ein durch uns beauftragter Sachverständiger erwartungsgemäß viele Mängel in den meisten Gewerken auf der Baustelle festgestellt. Ein neuer Bauleiter wurde von der Versicherung vorgeschlagen und muss nun vom Hausverwalter offiziell beauftragt werden.

Das habt Ihr richtig gelesen. Am 14. März stand schon fest, dass er beauftragt werden muss - und heute ist der 25. April. Wir finden, es wird Zeit.

*

Während ihr mit uns wartet, bitte den Muttertag nicht vergessen: Blumen kann man jetzt schon bestellen und diese Notwendigkeit aus dem mentalen Zwischenspeicher löschen :-))



Die Dampfsperre knattert fröhlich im Wind.

Fotos findet ihr bei Flickr, einfach unten in der Sammlung schauen.



Handwerker

Man stelle sich einen Fensterbauer, einen Dackdecker und einen Zimmermann vor, die allesamt zusammen vor den total vermurksten Fenstern stehen und übereinstimmend sagen: “Hab ich von Anfang an gewusst, dass das so nicht geht.” Auf die Frage hin, warum verdammt noch mal sie denn nichts gesagt haben, schweigen sie alle schön stumm.

Das war jetzt nur eines von vielen Beispielen. Wir hätten Bautagebuch schreiben sollen, es ist der helle Wahnsinn, was menschenbedingt alles schiefgeht von Kaminen bis hin zu Elektrikern, denen man mehrfach sagen muss: Nein, wir möchten tatsächlich keine Kabelkanäle auf der Wand, sondern Leitungen unter Putz auch im Wohnraum.”

Ein kleines Bonbon für alle, die sich nicht vorstellen können, was für ein Horror es ist, tagtäglich mit Handwerkern konfrontiert zu werden, die allesamt am liebsten ungestört und ohne Kontrolle irgendwas machen würden: Heute morgen schreibt der Heizungsbauer, nachdem wir ihm per Mail sachlich mitgeteilt haben, dass wir gerne unser Material selbst verwenden möchten und die WCs auf der von uns gewünschten Höhe angebracht werden sollen, aber bitte vernünftig:

“Werde meinen Monteur anweisen, auschl. Unsere Materialien zu verwenden, damit Sie sich zukünftig ihre E-Mails sparen können!
Es gehört auch nicht zu meinen Aufgaben, irgendwelche Arbeiten zu veranlassen, darüber sollten Sie sich mit ihrem Bauleiter unterhalten.”

Ist es nicht schön?

Da ist man doch herzlich gerne Kunde.



Das Dach kommt

Fotos von den Fortschritten finden sich im Album Baustelle 2011 auf Flickr.

18.09.2011



Es war einmal ein Badezimmer

Das alte Bad.

Nun schreibt mir Stefanie: “... ich bin gerade über dein Bild gestolpert und dachte im ersten Moment, das wäre in unserem Bad aufgenommen -  entweder war das so mal mega in oder wir hatten den gleichen Fliesenleger ;-)”
http://dassisdreamworld.blogspot.com/2011/06/es-war-einmal-ein-badezimmer.html

In der Tat, das muss mal die aktuelle Badezimmermode gewesen sein - in den 50ern? Eines Tages werden wir selbst vermutlich auf diese Zeit zurückschauen und uns fragen, wie wir nur Salatschüsseln auf Holzplatten als praxistaugliche Waschbecken akzeptieren konnten.

Vielen Dank, Stefanie!



Was kostet eine Wohnung in München, Düsseldorf, Berlin und 18 anderen Städten?

Link auf den Artikel mit Rechner auf test.de

Für diese Städte sind Daten enthalten: Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mainz, München, Nürnberg, Potsdam, Rostock, Saarbrücken, Stuttgart. Die Preisdaten befinden sich auf dem Stand des vierten Quartals 2010.

Beim Durchrechnen unserer Etage und dem anschließenden Vergleich mit den Angeboten auf immobilienscout24 kam ich auf 10 bis 15% Abweichung (wir bewegen uns immer im Bereich grober Schätzungen, wohlgemerkt). Spannend sind vor allem die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten.



Still und ruhig ruht das Blog?

Anfangs ist uns gar nicht aufgefallen, wie holperig das alles voranging, wie sich jeder einzelne Ablauf viel zu lange hinzog. Für sechs bis sieben Monate hatten wir mit den Begleiterscheinungen zu kämpfen, mussten die Brandwunden heilen. Eine schwierige Zeit,die wir ohne die viele Hilfe und die Unterstützung durch die Spendenaktion “Abgebrannt - wir helfen” (die Website ist nicht mehr da) nicht so gut überstanden hätten, und trotzdem war es alles andere als einfach.

Was schreibt man, wenn man darauf wartet, bald wieder eine Baustelle zu haben? Nicht viel. Es kostet sehr viel Kraft, das Warten und auch das “Übergangswohnen” in zusammengewürfelten Resten ohne richtige Küche.

Über 13 Monate dauert das alles jetzt schon und immer noch wurde kein Handschlag für den Wiederaufbau getan. Abgerissen wurden die Reste des verbrannten Dachstuhls inzwischen, die meisten Wände eingeschlagen und alles von Kamin bis Fenster enfernt. Das waren mal unsere Küche, das schöne Bad und das Gästezimmer:

Dachabriss, 10.06.2011
(Der Klick führt zu Flickr, dort sind noch mehr Bilder abrufbar.)

Wir hatten bei unserer Altbausanierung so viel Generv mit Handwerkern am Hals, dass mir jetzt schon schlecht wird bei dem Gedanken, diese ganze Prozedur noch einmal zu durchlaufen. Wir wollten nie einen Neubau, wir wollten immer einen Altbau kernsanieren, und nun haben wir beides: Einmal kernsaniert, einmal alles verloren, einmal Neubau “on top” oben auf unserem Haus.

“Dafür habt ihr dann ja auch ein nagelneues Dach über dem Kopf” ist auch nicht wirklich ein Trost. Aber Jammern hilft ja bekanntlich nichts und daher halten wir jetzt erst mal weiter durch in der Hoffnung, dass es bald wieder einiges zu bloggen gibt.



Lesetipp - haben sehr gelacht!

Expeditionen ins Menschenreich von Kirsten. Zitat:

»Die meisten der im Baumarkt anzutreffenden Männchen gehören zur Klasse der „Macher“. Sie tragen mit Malerflecken beschmutzte Hemden, Schuhe mit Stahlkappen und Schweißflecken unter den Armen, die anderen Männchen signalisieren sollen: Ich bin hier der geilste Heimwerker, mein Bohrer ist der längste. Wäre es nicht gesellschaftlich verpönt, griffen sie sich ständig in den Schritt. [...]

Das Weibchen dagegen gewandet sich für den Baumarktbesuch mit Kleidung, die in allen Belangen Imkompetenz für’s Heimwerken signalisiert: High Heels, Blümchenleggings und weit schwingende Tuniken. Es ist, als wolle das Weibchen sich des im Baumarkt umherschwirrenden Testosterons mit möglichst mädchenhafter Kleidung erwehren und den Männchen zeigen, dass es keinesfalls in ihren Revieren zu wildern gedenkt.«



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